Es geschieht mitten unter uns

lautet der Titel des Film, den wir nie sehen werden, zumindest nicht auf SRF. Das Projekt klingt nach einem Film, der einen schwerwiegenden Missstand beleuchten will. Gemäss Beschreibung dreht sich die Handlung um organisierte, sexualisierte Gewalt an Kindern in der Schweiz. Gedreht hat den Film die Regisseurin Ursula Brunner. Brunners Projekt stiess auf grosses Interesse und wurde bereitwillig gefördert. Das Bundesamt für Kultur, die Zentralschweizer Kantone sowie – oh siehe da – das Schweizer Fernsehen unterstützten die Regisseurin mit 125’000 Franken. Als das Projekt im Winter 2021 abnahmebereit war, entschied sich das SRF jedoch gegen den Film. Die Ausstrahlung hätte das Gebot der „Sachgerechtigkeit“ verletzt, so die Erklärung von SRF.

Im Zentrum dieses Films stehen zwei Frauen. Zum einen der Fall einer Frau, die im Schulalter eine Beziehung mit einem Seklehrer eingegangen ist. Dieser hat die junge Frau genötigt, sich zu prostituieren. Der zweite Fall handelt sich um eine Frau, deren Eltern Mitglieder einer Sekte waren. Sie wurde im Rahmen von Ritualen als Kind und Jugendliche sexuell missbraucht. Die Dokumentation wird begleitet von zwei Experten, die die Fälle kommentieren.

Klar ist, dass die Projektabgabe dummerweise in die „Rehmann Zeit“ gefallen ist. Wie soll sich das Schweizer Fernsehen nun verhalten? Tja, leider entschieden sie sich Fähnchen im Wind zu spielen…

 

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